Die Noteninflation steht auf der Tagesordnung des Landtags!

 

Die Noteninflation steht in Rheinland-Pfalz auf der Tagesordnung des Landtags! Die AfD-Fraktion hat in einer großen Anfrage vom 14.06.18 (https://www.landtag.rlp.de/landtag/drucksachen/6527-17.pdf) die Argumente meiner Website aufgegriffen. An die Antwort der Regierung wird sich eine Aussprache anschließen. Auch wenn man sonst kein AfD-Anhänger ist, kann man über diese Anfrage froh sein. Es war auch nicht zu erwarten, dass das Thema von den Parteien aufgegriffen wird, die in verschiedenen Landesregierungen dafür politisch verantwortlich sind. Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus! Politische Berührungsängste wären hier also fehl am Platz. Der gesunde Menschenverstand sagt einem, dass es mit der Noteninflation und der Akademisierung der Gesellschaft so nicht weitergehen kann. Und wie so häufig wird man jetzt den gesunden Menschenverstand als Populismus verunglimpfen. Und wie so häufig werden sich die Herrschenden damit nur vom Volk entfernen, denn die Zahlen sprechen für sich!

 

Ich habe die Website Ende März 2017 freigeschaltet und nach 15 Monaten gibt es ein sichtbares Ergebnis. Seit über 2 Jahren ist meine Kritik im rheinland-pfälzischen Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur bekannt. Niemand kann dort sagen, er hätte nichts gewusst. Wenn die Landesregierungen jetzt nicht schnell gegensteuern, werden sie von der AfD vor sich hergetrieben. Aus anderen Politikbereichen ist dieses Muster bekannt!

 

Wortlaut der Anfrage

 

LANDTAG RHEINLAND-PFALZ                                      17.Wahlperiode

 

Drucksache 17/6527                                                              14.06.2018

 

G  r  o  ß  e     A  n  f  r  a  g  e           der Fraktion der AfD

 

 

Notengebung und deren Aussagekraft

  

Nach einer Studie des Wissenschaftsrates der Bundesregierung schlossen 2011 fast 80 Prozent aller Absolventen ihr Studium mit „gut“ oder „sehr gut“ ab, 2000 waren es noch 70 Prozent gewesen. Zugleich ist das Risiko, die schlechteste Abschlussnote „ausreichend“ zu kassieren, stark gesunken: 2000 mussten noch gut 4 Prozent der Studenten diese Zensur hinnehmen, 2011 waren es nur noch 1,1 Prozent (https://www.focus.de/wissen/mensch/campus/tid-28064/noteninflation-an-deutschen-unis-zu-viele-studenten-schliessen-mit-guten-zensuren-ab_aid_857654.html). Gemäß einer von der Deutschen Forschungsgemeinschaft finanzierten Studie von Wissenschaftlern der Europa-Universität Flensburg von 2016 hat sich diese Entwicklung mindestens bis 2014 weiter fortgesetzt. Es wäre jedoch weltfremd anzunehmen, dass es 80 Prozent überdurchschnittliche, 19 Prozent durchschnittliche und nur ein Prozent unterdurchschnittliche Absolventen geben soll.

  

Nach einer im Auftrag des Bundesbildungsministeriums von Soziologen der Universitäten Bielefeld und Würzburg erstellten Studie haben 79 Prozent aller Studenten innerhalb eines Semesters mindestens einmal bei einer Prüfung betrogen, 94 Prozent der Täuschungen blieben unentdeckt (http://www.zeit.de/studium/hochschule/2012-08/schummeln-studie-studium). Nicht nur die hohen Erfolgsaussichten wegen der ständig verbesserten Notengebung und die Möglichkeiten erfolgreicher Täuschungsversuche verstärken den Ansturm auf die Hochschulen. Auch die gesellschaftliche Überbewertung akademischer Abschlüsse und der verständliche Wunsch junger Menschen, mithilfe einer hohen formalen Bildung ein gutes Einkommen zu erreichen, haben zu der häufig beklagten „Akademikerschwemme“ bei gleichzeitigem Fachkräftemangel geführt.

  

Ungeachtet dessen verfolgt die Landesregierung das Ziel, „die Durchlässigkeit und Öffnung der Hochschulen für eine möglichst breite Studierendenschaft“   zu   ermöglichen,   weil   „wir   mehr   Menschen   mit   einer   akademischen   Ausbildung   benötigen“ (Plenarprotokoll vom 22. Juni 2017, Seite 2027/28). Zwischen 2006 und 2013 ist die Studienanfängerquote von 35,6 Prozent auf 58,5 Prozent eines Jahrgangs gestiegen. So gehen zwangsläufig noch mehr mittelmäßige Schulabgänger an die Hochschulen, während nicht nur im Handwerk der Nachwuchs fehlt. Der dadurch vorprogrammierte Niveauverlust hätte sich eigentlich im Notenbild widerspiegeln müssen. Das Gegenteil ist jedoch der Fall.

  

Unter anderem auf der Netzseite www.noteninflation.de wird diese Problematik des Zusammenwirkens von Noteninflation, „Schummelkultur“ und Überakademisierung umfassend dargestellt.

  

Vor diesem Hintergrund fragen wir die Landesregierung:

 

1. Ist die Landesregierung nach wie vor der Meinung, dass „wir mehr Menschen mit einer akademischen Ausbildung benötigen, um den steigenden Fachkräftebedarf mit entsprechender Qualifizierung abdecken zu können“ (Plenarprotokoll vom 22. Juni 2017, Seite 2028 – bitte begründen)?

 

2.  Ist die Landesregierung weiterhin der Meinung, dass mit dieser Zielsetzung die berufliche Bildung gestärkt wird (bitte begründen)?

 

3.  Hält es die Landesregierung für angemessen, dass die Politik von den Hochschulen „gute“ Zahlen einfordert (z. B. niedrige Durchfall- und Abbrecherquoten) und die Hochschulfinanzierung auch von solchen Zahlen abhängig gemacht wird (bitte begründen)?

 

4.  Wie hat sich der Notendurchschnitt der Hochschulabsolventen in Rheinland-Pfalz (nach Jahren differenziert) im Zeitraum zwischen 2000 und 2017 entwickelt (bitte jährliche Zahlen nennen)?

 

5.  Hält es die Landesregierung für ein realistisches und aussagekräftiges Notenbild, wenn laut bundesweiten Studienergebnissen inzwischen ungefähr 80 Prozent aller Absolventen überdurchschnittliche, 19 Prozent durchschnittliche und nur 1 Prozent unterdurchschnittliche Leistungen erbringen und damit ein Notengefälle kaum mehr erkennbar ist (Antwort bitte begründen)?

 

6.  Sind der Landesregierung Aussagen aus Industrie und Wirtschaft bekannt, die einen tatsächlichen Anstieg von Qualifikation und Leistungsfähigkeit bei den Hochschulabsolventen bestätigen? Falls ja, bitte belegen?

 

7.  Stimmt die Landesregierung der Aussage zu, dass solche quantitativen Erfolgsmeldungen offensichtlich nur mit einer Absenkung der Prüfungsanforderungen erfüllt werden können?

 

8.  Falls Frage 7 mit Ja beantwortet wird, wie bewertet die Landesregierung diese Tatsache?

 

9.  Falls Frage 7 mit Nein beantwortet wird, worin sieht die Landesregierung die Ursachen für die im Vergleich zu früher deutlich verbesserten Studienergebnisse?

 

10.  Wie bewertet die Landesregierung den Umstand, dass Arbeitgeber aufgrund unrealistischer, zunehmend weniger aussagekräftiger Notengebungen schon seit Jahren zu immer umfassenderen eigenen Eignungsprüfungen übergegangen sind?

 

11.  Wie erklärt sich die Landesregierung die ermittelte hohe Zahl von 94 Prozent erfolgreichen Täuschungsversuchen und die Tatsache, dass nur ein sehr geringer Bruchteil dieser Versuche entdeckt wurde?

 

12.  Sieht die Landesregierung hier Handlungsbedarf, um eine größere Prüfungsgerechtigkeit herzustellen und gleichzeitig das tatsächliche Erreichen der Prüfungsanforderungen zu gewährleisten?

 

 

Für die Fraktion:

 

Dr. Jan Bollinger 

 

   

In Frage 11 hat sich ein Formulierungsfehler („doppelt gemoppelt“) eingeschlichen. Es müsste heißen:

Wie erklärt sich die Landesregierung die ermittelte hohe Zahl von 79 Prozent Täuschungsversuchen und die Tatsache, dass nur ein sehr geringer Bruchteil dieser Versuche entdeckt wurde? 

(Anmerkung: nicht 79 % in jeder Prüfung; wenn jeder Student 6 Prüfungen pro Semester ablegt und nur bei je einer Klausur gemogelt wurde – von den 21 % Ehrlichen abgesehen – würde in jeder Prüfung zu 13,3 % getäuscht)

 

ehrliche Antworten, die nicht gegeben werden

 

Bei einer Anfrage geht es der Opposition nicht wirklich um Antworten. Sie will vielmehr die Regierung in eine Situation bringen, in der sie keine überzeugende Antwort mehr geben kann. Ich will an dieser Stelle Antworten geben, die man von den Politikern natürlich nicht hören wird.   

  

1. Ist die Landesregierung nach wie vor der Meinung, dass „wir mehr Menschen mit einer akademischen Ausbildung benötigen, um den steigenden Fachkräftebedarf mit entsprechender Qualifizierung abdecken zu können“ (Plenarprotokoll vom 22. Juni 2017, Seite 2028 – bitte begründen)?

A: Die Entwicklung kann so nicht weitergehen. Das hätte man aber spätestens 2013 erkennen müssen. Weil die Landesregierung noch 2017 (als noteninflation.de im Ministerium schon bekannt war) mehr akademische Ausbildung gefordert hat, kann sie jetzt nicht das Gegenteil feststellen. Wenn die Regierung ihr Gesicht wahren will, muss sie jetzt also eine Studienangängerquote von 67 % anstreben, auch wenn dies in der Sache Unsinn ist. Damit steckt die Regierung in der Zwickmühle.

  

2.  Ist die Landesregierung weiterhin der Meinung, dass mit dieser Zielsetzung die berufliche Bildung gestärkt wird (bitte begründen)?

A: Weil für die berufliche Bildung der Bund zuständig ist, will die Landesregierung diese nicht stärken. Es geht Politikern immer nur um Macht und nicht um sinnvolle Lösungen.

  

3.  Hält es die Landesregierung für angemessen, dass die Politik von den Hochschulen „gute“ Zahlen einfordert (z. B. niedrige Durchfall- und Abbrecherquoten) und die Hochschulfinanzierung auch von solchen Zahlen abhängig gemacht wird (bitte begründen)?

A: Politiker wollen belogen werden! Ihr Motto lautet: Gute Zahlen statt gute Ergebnisse! Die Abgastests lassen grüßen.

  

4.  Wie hat sich der Notendurchschnitt der Hochschulabsolventen in Rheinland-Pfalz (nach Jahren differenziert) im Zeitraum zwischen 2000 und 2017 entwickelt (bitte jährliche Zahlen nennen)?

A: Die Zahlen können kaum vom Bundesdurchschnitt abweichen. Es ist aber interessant, dass der Wissenschaftsrat die eigentlich im November 2017 fällige Fortschreibung der Studie von 2012 (mit Zahlen für 2011-2015) ausfallen ließ. Man kann also gespannt sein.

  

5.  Hält es die Landesregierung für ein realistisches und aussagekräftiges Notenbild, wenn laut bundesweiten Studienergebnissen inzwischen ungefähr 80 Prozent aller Absolventen überdurchschnittliche, 19 Prozent durchschnittliche und nur 1 Prozent unterdurchschnittliche Leistungen erbringen und damit ein Notengefälle kaum mehr erkennbar ist (Antwort bitte begründen)?

A: Natürlich kann das Bild weder realistisch noch aussagekräftig sein. Das darf die Regierung aber nicht zugeben. Sie wird also um das Problem herumreden.  

  

6.  Sind der Landesregierung Aussagen aus Industrie und Wirtschaft bekannt, die einen tatsächlichen Anstieg von Qualifikation und Leistungsfähigkeit bei den Hochschulabsolventen bestätigen? Falls ja, bitte belegen?

A: Die Wirtschaft beklagt das Gegenteil.

  

7.  Stimmt die Landesregierung der Aussage zu, dass solche quantitativen Erfolgsmeldungen offensichtlich nur mit einer Absenkung der Prüfungsanforderungen erfüllt werden können?

A: Die Autoindustrie hat mit den manipulierten Abgastests gezeigt, wie Erfolgsmeldungen produziert werden können. Aber die Regierung kann natürlich nicht öffentlich zugeben, dass die Politik nach den gleichen Mustern handelt. Also muss sie die Frage mit „nein“ beantworten, auch wenn diese Antwort nicht plausibel begründet werden kann.

  

8.  Falls Frage 7 mit Ja beantwortet wird, wie bewertet die Landesregierung diese Tatsache?

A: Die Regierung müsste zugeben, dass sie über Jahre versagt hat. Deshalb kann hier keine ehrliche Antwort erwartet werden.  

  

9.  Falls Frage 7 mit Nein beantwortet wird, worin sieht die Landesregierung die Ursachen für die im Vergleich zu früher deutlich verbesserten Studienergebnisse?

A: Die Ursache könnte nur sein, dass die Hochschulen derart an Qualität zugelegt hätten, dass man Massen von mittelmäßigen Schülern zu Spitzenkräften weiterentwickeln konnte. Diese Antwort gehört aber eher in den Bereich der Satire.

  

10.  Wie bewertet die Landesregierung den Umstand, dass Arbeitgeber aufgrund unrealistischer, zunehmend weniger aussagekräftiger Notengebungen schon seit Jahren zu immer umfassenderen eigenen Eignungsprüfungen übergegangen sind?

A: Natürlich kann man diesen Umstand nur mit langjährigem Staatsversagen erklären, was die Regierung natürlich nicht zugeben kann. Die Antwort wird also um die Frage herumreden.

  

11. Wie erklärt sich die Landesregierung die ermittelte hohe Zahl von 79 Prozent Täuschungsversuchen und die Tatsache, dass nur ein sehr geringer Bruchteil dieser Versuche entdeckt wurde? (Formulierungsfehler wurde verbessert)

A: Die einzig plausible Erklärung ist, dass die Prüfungen den Hochschulen egal sind. Sie wissen, dass die Ergebnisse wegen der abgesenkten Anforderungen sowieso keinen Wert haben. Mogelnde Studenten erledigen dann also einen Teil der Arbeit bei der Manipulation der Ergebnisse, die sonst die Hochschule selbst frisieren müsste. Natürlich kann man diese ehrliche Antwort von keinem Politiker erwarten.

  

12.  Sieht die Landesregierung hier Handlungsbedarf, um eine größere Prüfungsgerechtigkeit herzustellen und gleichzeitig das tatsächliche Erreichen der Prüfungsanforderungen zu gewährleisten?

A: Der Handlungsbedarf ist unübersehbar; nur kurzsichtige Politiker wollen ihn nicht erkennen. Sie müssten schließlich zugeben, dass sie nicht langfristig denken, sondern höchstens bis zur nächsten Wahl.

 

 

Vorwärts- oder Rückwärts-Strategie?

 

Statt dieser Rückwärts-Strategie, könnte sich die Regierung wegen ihrer Perspektivlosigkeit auch zu einer Vorwärts-Strategie genötigt sehen. Eine Chance könnte sein, dass der Minister erst 4 Monate nach seiner Berufung der SPD beigetreten ist. Er dürfte in der Partei also über keine Hausmacht verfügen. Man kann ihn leicht zum Sündenbock machen und als Bauernopfer entlassen. Er hat die Noteninflation als Minister nicht verursacht, sondern bei seinem Amtsantritt vorgefunden. Auf meine Kritik (Funktionieren Hochschulprüfungen wie VW-Abgastests?) hat er aber nicht selbstkritisch, sondern mit Druck reagiert. Als Präsident der FH Kaiserslautern war er aber Teil des Systems, das die Hochschulen zu Fässern ohne Boden gemacht hat, die nur noch Absolventenzahlen produzieren. Mit seiner Berufung zum Minister wurde der Bock zum Gärtner gemacht.  

  

Dann müsste aber ein glaubwürdiger Nachfolger von außerhalb der Hochschul-Lobby gefunden werden, der eine Kursänderung durchsetzen könnte. Wenn auch die anderen Bundesländer diesem neuen Kurs folgen würden, könnte man der AfD vielleicht noch den Wind aus dem Segel nehmen. Dieses hohe Maß an Lernfähigkeit ist von Politikern aber nicht zu erwarten. Schon beim Thema Nr. 1 der AfD genügen 3 banale Erkenntnisse, um die Etablierten in Schwierigkeiten zu bringen: Es gibt 7,5 Mrd. Menschen auf der Welt => mehr als die Hälfte lebt in Armut => die können nicht alle zu uns kommen! Die Politiker antworten mit „Bekämpfung der Fluchtursachen“ und die Bürger erinnern sich, dass 60 Jahre Entwicklungshilfe bisher nicht viel bewirkt hat. 

  

Die geringe Lernfähigkeit der Politiker lässt sie jetzt vielleicht wieder in die Falle laufen. Sie verfangen sich im Gestrüpp vielfältiger Lobby-Interessen und die Bürger können mit bloßem Auge erkennen, dass es so nicht weitergehen kann: Wenn jeder studiert, studiert niemand. Es kann nicht 80 % überdurchschnittliche Leistungen geben! Wenn die Prüfungsanforderungen ein Witz sind und man sich zudem noch ohne großes Risiko durchs Studium mogeln kann, dann sind die 30 Mrd. € jährlich für die Hochschulen herausgeworfenes Geld! Wenn die AfD ihre Initiative gut vorbereitet hat und noch einige politische Munition in ihrer Schublade liegt, ist die Rückwärts-Strategie aussichtslos.

 

Es sei nur am Rande erwähnt, dass sich das Thema auch nationalistisch anreichern lässt. Die Noteninflation und Überakademisierung (der ehem. Kultur-Staatsminister Nidda-Rümeling - SPD - nannte sie Akademisierungswahn) nahm mit der Bologna-Reform für einen europäischen Hochschulraum von Lissabon bis Wladiwostok (im Ergebnis auf niedrigem Niveau und nach US-amerikanischem Vorbild) seinen Ausgang. Zeitnah begann die Politik vor Forderungen der OECD einzuknicken, die das deutsche System der dualen Bildung nie verstanden hatte. Hier kann man gut von einer antideutschen Weltverschwörung phantasieren, die der deutschen Wirtschaft ihrer Stärken berauben will. Aber wen will man dafür verantwortlich machen; die Verschwörungstheoretiker oder die Politiker, die zu feige sind, erkennbare Fehlentwicklungen einzuräumen und sie zu korrigieren?

Ein Gespenst geht um in Europa …

…, das Gespenst des Populismus. Alle Mächte des alten Europa haben sich zu einer heiligen Hetzjagd auf dieses Gespenst verbündet. (frei nach Karl Marx, Manifest der Kommunistischen Partei, London 1848). Wenn sich Staat, Politiker oder Gerichte von den Vorstellungen der Bürger entfernen und sich die Bürger wehren, dann werden sie von den Politikern als Populisten beschimpft. Langsam nutzt sich dieser Vorwurf aber ab. Die Politiker werden die Entwicklung nur dann einfangen können, wenn sie anfangen die Bürger ernst zu nehmen. Sie müssen anfangen, mit den Bürgern zu reden statt nur auf sie einzureden.

 

Prof. Dr. Werner

Rechnungswesen 

an der Hochschule

 

fachliche Meinungen

Müller,  lehrt
und Controlling Mainz.

 

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