download-Angebot:

 

Gehören Sie zu dem Typ Student, der sich demonstrativ auf die Tische legt und so tut, als würde er schlafen, der nur die eine Frage kennt: „Wie könnte eine Klausuraufgabe zu diesem Thema aussehen?“ Dann habe ich eine Botschaft für Sie: Für Ihr Bedürfnis nach leichter Unterhaltung empfehle ich Ihnen das Nachmittagsprogramm von SAT 1 oder RTL 2! Ob Ihre Absprüche auch von den Vorlesungen einiger meiner Kollegen erfüllt werden müssen Sie selbst einschätzen.  Ich wurde nicht als Entertainer eingestellt und ich sehe es nicht als meine Aufgabe an, Ihren Wünschen, leichte Kost in mundgerechten Häppchen auf dem Silberteller serviert zu bekommen, zu entsprechen.

  

Lernen Sie gezielt für die Klausur? Fangen Sie damit ca. 4 Wochen davor an und haben spätestens 6 Wochen danach wieder alles vergessen? Gehören Sie zu den 79 % mogelnden Studenten, von denen 94 % nicht erwischt werden? Dann ist Ihre Ausbildung (für den Steuerzahler) nicht kostenlos, aber umsonst! Sie bezeichnen sich als die Generation Y und denken nicht daran, dass nach Y der Buchstabe Z kommt, und das ist das Ende (des Alphabets)!

 

Natürlich sind Sie (wenn Sie die vorherigen Fragen mit "ja" beantworten) die Profiteure der Noteninflation, und Sie sind zu einem guten Stück auch von ihr produziert worden. Sie haben schon in Ihrer Schullaufbahn gelernt, dass sich Leistung nicht mehr lohnt. Warum soll man sich auch anstrengen, wenn man für schlechte Leistungen keine schlechten Noten mehr bekommt. Sie interessieren sich nicht dafür, wie Sie später im Beruf gute Leistungen erbringen können um Karriere zu machen. Wahrscheinlich erwarten Sie, dass Sie nicht nur von Ihren Eltern und Lehrern in Watte gepackt wurden, sondern dass das auch ein zukünftiger Arbeitgeber tun würde. Sie geben sich cool und sind in Wahrheit ein Weichei, das erst auf eigenen Beinen stehen wird, wenn Sie einmal richtig auf die Nase gefallen sind. (Dabei wäre ich Ihnen gern behilflich) Wahrscheinlich haben Sie sich vor meiner Klausur krankgemeldet und sie werden nächstes Semester bei einem Kollegen schreiben, der das System der Noteninflation verinnerlicht hat und Ihnen die gewünschte Schmusennote gibt.

  

Für Sie habe ich die folgenden Dateien und auch die anderen Dateien im BWL-Portal (https://mueller-consulting.jimdo.com/) nicht veröffentlicht.

    

Hier stelle ich der breiten Öffentlichkeit sowie den (wenigen) Studenten der Hochschule Mainz (die sich nicht schlafend auf die Tische legen) Downloads auch in Formaten zur Verfügung, die über meinen kostenlosen Jimdo-Seiten nicht möglich sind. Diese Unterseite habe ich also etwas zweckentfremdet. Aktuell sind die Veranstaltungen in "Investition und Finanzierung" Gegenstand der Dateien.

 

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Beispiel 16.10.17
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I+F-091017.pdf
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... Jahresabschluss ...:

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11.10.17
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18.10.17
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04.10.17
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... und Grundlagen des Rechnungswesens:

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171017.xls
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an meine Studenten


Ich möchte mich ausdrücklich bei Ihnen bedanken! In der ersten Lehrveranstaltung des Sommersemesters 2017 habe ich erklärt, dass ich mich im Zusammenhang mit der Noteninflation nicht wegen Betrugs (§ 263 StGB), Falschbeurkundung im Amt (§ 348 StGB) und Bestechlichkeit (§ 332 StGB) strafbar machen werde, und dass das Notenschema der Prüfungsordnung (siehe mein Aufruf "Bleiben wir anständig!", = Startseite) für mich verbindlich wäre. Darauf haben Sie sich bei der Dekanin wegen dieser Aussagen beschwert und mich in der Evaluation schlecht bewertet.
 
Bereits vor über 10 Jahren hat der Spiegel darüber geschrieben, dass Professoren übertrieben positive Noten gegen gute Bewertungen ihrer Lehrveranstaltung tauschen (o.V., Kuschelnoten, Kuhhandel, Kumpanei; in Spiegel-online, 17.01.2007 - http://www.spiegel.de/lebenundlernen/uni/einsen-fuer-alle-kuschelnoten-kuhhandel-kumpanei-a-460388.html). Aus verständlichen Gründen hat sich aber noch kein Professor dazu bekannt, dass er sich von seinen Studenten mit der karrierefördernden guten Bewertung bestechen lässt! Mindestens den Umkehrschluss, dass die Ankündigung einer gesetzeskonformen Benotung eine schlechte Bewertung zur Folge hat, haben Sie jetzt aktenkundig gemacht. Damit kann zwar keinem Professor Bestechlichkeit gerichtsfest nachgewiesen werden; es dürfte aber jetzt klar sein, dass ohne Bestechlichkeit der Lehrenden und Bestechung seitens der Studenten (Prinzip "eine Hand wäscht die andere" vom Spiegel verniedlichend als "Kuhhandel" bezeichnet) keine guten Evaluationsergebnisse erzielt werden können.
 
Für diesen Beweis gebührt Ihnen mein Dank!
 

Feedback zur Klausur „Kosten- und Leistungsrechnung“


Die Ausgangslage war nach meiner Ankündigung, ehrliche Aufgaben zu stellen und keine Schmusenoten zu vergeben, keine Überraschung. Ca. 60 % der Studenten hatten sich nicht zur Prüfung angemeldet, über 80 % der Angemeldeten sind nicht erschienen (hat sich wahrscheinlich krankgemeldet), der Rest hat zu über 80 % unbrauchbare Antworten gegeben.

Würde ein Prüfer Aufgaben stellen, bei denen man Zahlenreihen aufaddieren und Prozentsätze ausrechnen müsste, die man also mit dem Wissen der 8. Klasse/Hauptschule (zumindest Stand 1970er Jahre, als in den Hauptschulen noch gelernt wurde) hätte lösen können, dann würden fast alle Studenten erscheinen und hätten auch die „Rechen-Punkte“ mitgenommen. Bei den „Erklär-Punkten“ wäre das wohl schon etwas anders gewesen. Hätte man Entscheidungssituationen als Rechenaufgabe formuliert, (z.B. für ein Produkt sind Absatz, Umsatz und variable Kosten gegeben, eine zusätzliche Produktwerbung kostet X €, welche Absatzsteigerung muss mindestens erreicht werden?) würde die Mehrheit wahrscheinlich nicht verstehen, worum es eigentlich geht. Mit der Prämisse, dass nur notwendige Daten gegeben würden, hätte man sich aber vielleicht eine einigermaßen stimmige Antwort zusammengesetzt. Es gab einmal einen Professor, der bei Klausuren auch irrelevante Daten angeboten hat, und es wurden die unlogischsten und unsinnigsten Berechnungen angestellt.

Eine verbale Frage, (z.B.: Wovon würden Sie die Entscheidung über eine zusätzliche Produktwerbung abhängig machen?) kann aber niemand beantworten. Es wird seitenlang herumgeschwafelt, ohne Sinn und Verstand und ohne jeden sachlichen Zusammenhang wird mit unverdauten Fachbegriffen aus dem Marketing herumgeschmissen und zu 95 % haben die Antworten nichts mit dem Thema der Klausur (Kosten- und Leistungsrechnung) zu tun. Schon ein Imbissinhaber hätte ohne Abitur und Studium die ebenso banale wie logische Antwort „die Werbung muss mehr einbringen als sie kostet" gegeben. Solcher gesunder Menschenverstand als Basis für ein wirtschaftliches Denken ist den heutigen BWL-Studenten aber offenbar fremd (und über 10 % der deutschen Studenten - 280.627 von 2.803.916 - studierten im WS 2015/16 BWL oder internationale BWL / mit großem Abstand auf Platz 2: Maschinenbau mit 4,3 % ). Ihre Qualifikation könnte ausreichen, ein Taxi zu führen, aber kein Unternehmen! Wie kann man bei diesem (Er- oder Un-)Kenntnisstand jemals auf die Idee kommt, dass solche unbrauchbaren Antworten den durchschnittlichen Anforderungen (Note 3) entsprechen würden? Wie kann man darin deutlich überdurchschnittlichen Anforderungen entsprechende Leistungen (Durchschnittsnote 1,9) erkennen? Die Entscheidungsformel des Imbissinhabers "(Umsatz - variable Kosten) ÷ bisheriger Absatz × zusätzlicher Absatz > zusätzlicher Werbeaufwand“ sollten zukünftigen Führungskräfte unserer Wirtschaft ausgehend vom gesunden Menschenverstand für eine ausreichende Prüfungsleistung (die der Imbissbetreiber erreicht hätte) schon formulieren können.

 

Die Anmerkung auf der Startseite wurde bestätigt: die 30 Mrd. € jährlich für die Hochschulen sind größtenteils herausgeworfenes Geld!

 
Man kann jeden Arbeitgeber verstehen, der den Hochschulabsolventen von heute keinen Arbeitsvertrag, sondern höchstens ein Praktikum anbieten will. Die Bologna-Reform mit der aus ihr folgenden studentischen Planung: schnell-für-die-Klausur-auswendig-lernen, schnell-wieder-vergessen, für-die-nächste-Klausur-lernen, wurde das Bildungssystem kaputt-reformiert! An den Börsen kommt es gelegentlich zu einer Blasenbildung, gefolgt von einem Crash. Die Blase im Hochschulsystem ist mit einer Studienanfängerquote von 58,5 % und einem Notendurchschnitt von 2 trotz absolut unbrauchbarer Prüfungsleistungen (wenn ehrliche Aufgaben gestellt würden) nicht mehr zu übersehen. Der Crash müsste jetzt unmittelbar bevorstehen! 

 

Anmerkung:

Es würde gegen den allgemeinen Gleichbehandlungsgrundsatz des Art. 3 Abs. 1 GG verstoßen, wenn es zwar von der Meinungsfreiheit der Studenten abgedeckt wäre, dass sie ihre Professoren auf meinprof.de mit voller Namensnennung zum Zweck der Erpressung einer besseren Notenvergabe verunglimpfen dürfen, die Professoren aber nicht in einer nicht in die Persönlichkeitsrechte eingreifenden und sachlichen Form (die Namen sind uns ohnehin nicht bekannt) das Verhalten von Studenten kritisieren dürften. Der Volksmund würde hierfür das Sprichwort verwenden: Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus!

 

 

Prof. Dr. Werner

Rechnungswesen 

an der Hochschule

 

fachliche Meinungen

Müller,  lehrt
und Controlling Mainz.

 

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